Wie lange dauert die Installation eines Durchlauferhitzers normalerweise?

Du planst den Einbau eines Durchlauferhitzers oder willst ein bestehendes Gerät ersetzen. Vielleicht baust du neu. Vielleicht ziehst du um. Oder du willst das Gerät von der Küche ins Bad verlegen. Solche Situationen sind unterschiedlich. Sie haben unterschiedliche Anforderungen und dauern unterschiedlich lang.

Bei einem Neubau ist die Elektroinstallation oft vorbereitet. Dann ist die Montage schneller. Beim reinen Austausch gegen ein gleiches Modell liegt die Arbeit meist in einer kurzen Zeitspanne. Beim Umzug des Geräts ändert sich die Leitungslänge. Das kann zusätzlichen Aufwand verursachen. Außerdem unterscheiden sich Geräte für die Spüle und fürs Bad. Untertischgeräte sind kompakt und dicht an der Anschlusssituation. Wandgeräte für Bad oder Dusche benötigen oft stärkere Anschlüsse.

In diesem Artikel erfährst du, welche Arbeitsschritte nötig sind. Du bekommst realistische Zeitfenster für typische Szenarien. Du lernst, wann ein Fachbetrieb erforderlich ist und welche Vorarbeiten du selbst erledigen kannst. Das hilft dir, Termine zu planen und Kosten realistischer einzuschätzen. Am Ende kannst du besser entscheiden, ob du das Projekt selbst angehst oder einen Profi beauftragst.

Zeit- und Kostenaufwand im Überblick

Aufwand

Die Dauer hängt stark von der Situation ab. Hier sind realistische Richtwerte:

  • Austausch gegen bestehendes Gerät: 30 bis 90 Minuten. Das gilt, wenn Anschlüsse passen und keine neue Absicherung nötig ist.
  • Erstinstallation an vorhandener Zuleitung: 1 bis 3 Stunden. Leitungen und Sicherungen sind vorhanden. Anschluss und Funktionsprüfung dauern die meiste Zeit.
  • Neuinstallation mit Leitungsarbeiten: 4 bis 16 Stunden. Es kann nötig sein, neue Stromkreise zu legen, Sicherungen zu ändern oder Wände aufzubrechen. Teilweise ist ein kompletter Arbeitstag oder zwei nötig.
  • Umzug des Geräts: 3 bis 8 Stunden. Aufwand steigt durch neue Rohr- und Kabelwege. Bei umfangreicher Verrohrung kann es länger dauern.

Hinzu kommt oft Vor- und Nacharbeit. Dazu zählen Materialbeschaffung, Terminkoordination und Leermeldungen bei der Hausverwaltung. Plane zeitlich einen Puffer von einem halben bis ganzen Tag ein.

Kosten

Typische Kostentreiber sind Arbeitszeit, Material, Absicherung der Stromzuleitung, eventuelle Genehmigungen und Anfahrt. Das wirkt sich so aus:

  • Gerät: Einfache Durchlauferhitzer kosten rund 80 bis 250 €. Leistungsstärkere oder bekannte Marken liegen bei 300 bis 600 €.
  • Arbeitszeit: Elektriker mit Material und Fahrt berechnet meist 40 bis 80 € pro Stunde je nach Region. Komplettpreise pro Einsatz variieren.
  • Absicherung/Zuleitung: Neue Sicherungen, RCD oder stärkere Kabel können 100 bis 600 € kosten. Bei aufwendigen Leitungsarbeiten steigen die Kosten weiter.
  • Material: Anschlussteile, Absperrventile und Dichtmaterial liegen oft bei 20 bis 150 €.
  • Genehmigungen und Kommunikation: Selten teuer. Bei Mietwohnungen oder Mehrparteienhäusern kann die Abstimmung mit der Hausverwaltung Zeit kosten. Gegebenenfalls entstehen Verwaltungskosten.
  • Anfahrt: Pauschalen oder Kilometergeld kommen je nach Anbieter hinzu. Rechne 20 bis 60 € bei kurzem Einsatz.

Rechenbeispiele:

  • Austausch: Gerät 150 € + 1,5 h Arbeit à 60 € = ca. 240 € plus Material 30 € Insgesamt rund 250 bis 400 €.
  • Erstinstallation (bestehende Zuleitung): Gerät 200 € + 3 h Arbeit à 60 € + Material 80 € = rund 420 bis 700 €.
  • Neuinstallation mit Zuleitungsupgrade: Gerät 300 € + 8 h Arbeit à 60 € + Kabel und Sicherung 400 € = rund 1.000 bis 1.600 €.
  • Umzug des Geräts: Gerät 200 € + 5 h Arbeit à 60 € + Material 150 € = rund 600 bis 900 €.

Die Preise sind Richtwerte. Regionale Unterschiede und Sonderfälle wie aufwendige Mauerdurchbrüche oder die Arbeit in engen Schächten erhöhen Kosten und Dauer. Hol dir vorab mindestens zwei Angebote. So kannst du Termine und Budget realistisch planen.

Schritt-für-Schritt-Anleitung zur fachgerechten Installation

  1. Vorbereitung und Informationssammlung

Prüfe zunächst die technischen Daten des Durchlauferhitzers. Achte auf Nennleistung, erforderliche Spannung und Schutzanforderungen. Kläre die örtlichen Vorgaben der Elektroinstallation und eventuelle Auflagen der Hausverwaltung.

Hinweis: Ohne vollständige Unterlagen darfst du nicht beginnen.

  • Arbeitsplatz sichern
  • Sorge für freien Zugang zum Montageort. Lege Werkzeug und Material bereit. Schütze angrenzende Oberflächen gegen Wasser und Schmutz. Stelle sicher, dass jemand vor Ort erreichbar ist.

  • Stromversorgung trennen